Es ist wieder mal so weit - Wahlkampf.
Ein Wort, fast allen “Volksvertretern” ein Freischein zum Lügen zu sein scheint. Plötzlich kommen all diese Kreaturen aus Ihren Löchern gekrochen und erzählen Tag für Tag an einem Wahlstand in der Fussgängerzone was sie alles verbessern wollen.
Den Rentnern mehr Rente, den Kranken eine bessere Versorgung, den Arbeitslosen mehr Arbeit und den arbeitenden mehr Lohn. Und Steuererleichterungen kommen in dieser Zeit auch immer gut an. Dass nichts davon nachher wirklich durchgezogen wird steht auf einem anderen Blatt. Aber dann kann man wenigstens alles auf die böse, böse Oppostion schieben, die ja immer jeden Fortschritt verhindert.
Und wenn nicht, waren es die Linken, die Grünen oder die Piraten.
Erstaunlich finde ich, dass aktuell selbst die SPD-Stammwähler enttäuscht sind und dies in den Umfragen auch spürbar wird. Weshalb ein Steinmeier, der sich ja immer noch für den heissesten Kanzleranwärter hält, derartige Signale nicht versteht ist mir schleierhaft. Aber es ist schon bezeichnend, wenn jemand trotz eindeutiger Signale der Wählerschaft unbeirrt weitermacht. Da fragt man sich doch, wie jemand, der gegenüber sden Wählern schon taub ist, überhaupt den Willen des Volkes durchsetzen soll, wenn er wider Erwarten doch Kanzler würde.
Offensichtlich hört er nicht einmal auf die wenigen Wähler die noch zu ihm stehen, wie wird er dann auf ein ganzes Volk hören. Wie wird er dessen Willen vertreten?
Auch wenn es mir schwerfällt das zu sagen, einige Leistungen der bisherigen Regierung halte ich für sehr durchdacht. Die SPD hingegen scheint mir seit geraumer Zeit kopflos umherzurennen und mit den eigenen Sorgen mehr als genug zu tun zu haben. Wenn nicht sogar überfordert.
Ich gönne der SPD einen Selbstfindungskurs. Die Damen und Herren sollten sich ruhig mal zusammensetzen und überlegen, was denn eigentlich die Ziele der Partei sein sollten. Fernab davon, was man machen kann um in die Medien zu kommen. Zurück zur Basis, zu den Wurzeln, zu den Grundgedanken die zur Gründung dieser Partei führten.
Oder wie meine Eltern immer sagten: “Werd dir erstmal klar über deine Ziele, bevor du dich auf den Weg machst.”
Das jetzige rumeiern in den Medien ist destruktiv, peinlich und vor allem ein bisschen mitverantwortlich für die miesen Umfrageergebnisse.
Meine Empfehlung für nach der Wahl: Wahlversprechen aufzeichnen!
Lasst uns doch mal schauen, wer uns was versprochen hat und wer was gehalten hat. Denn Nach der Wahl ist vor der Wahl
Und spätestens bei der nächsten Wahl heisst es: Wer mich gestern angelogen, der morgen fliegt in hohem Bogen.
