Mehr fällt mir zu folgender Story einfach nicht mehr ein.
Wir alle geben uns ja grösste Mühe politisch korrekt aufzutreten und wirklich niemandem zu nahe zu treten. Aber ich wette einer halbwegs genauen Prüfung würde niemand standhalten.
Ein Pixi-Kinderbuch ist politisches Streitthema in Hamburg. Dieses Kinderbuch soll sexistisch, rassistisch und damit nicht politisch korrekt sein.
Wie kann eine Kinderbuch Rassismus und Sexismus verbreiten fragt man sich, aber es geht.
Nach Ansicht der Hamburger Stadtväter (und politisch korrekt auch Stadtmütter) ist bei der Wahl zum Klassensprecher die Abbildung des Wahlergebnisses an der Tafel bereits ein erstes Indiz für die Diskriminierung des weiblichen Geschlechts.
Es sind 2 Jungen- und nur ein Mädchenname an der Tafel. Skandalös! Hinzukommt, dass die Namen beider Jungen “deutsche” Namen sind und somit Migranten ganz klar ausgegrenzt werden.
Weiter geht es damit, dass in der Illustration des Parlamentes keine dunkleren Hauttypen angebildet sind und dass die Schule in dem Buch einen Schulleiter hat aber keine Schulleiterin.
Um einige der absolut nicht tragbaren Umstände abzuschaffen, hat der Verlag bereits eine Überarbeitung angekündigt und im Labyrinth wird nun ein Junge durch ein Mädchen namens Swetlana ersetzt. Damit sind Frauenquote und Migrationshintergrund zumindest für dieses Beispiel gemäss den “Vorschriften zur Gleichberechtigung von Frauen und Mitbürgern jedweder Herkunft” erfüllt.
Leider kam die grauhaarige Frau im Fernsehen gleich mit der nächsten Posse. Da Swetlanas Bild mit Zöpfen gezeichnet werden soll, werden hier Mädchen mit kurzen Haaren ganz klar diskriminiert.
Ich wünsche dem Verlag viel Erfolg bei der Fertigstellung des Buches. Irgendwann in drei bis vier Jahren, hat sicher keiner mehr etwas daran auszusetzen. Und in dieser Zeit haben die Stadtväter und -mütter Hamburgs sich weiterhin erfolgreich eine Daseinsberechtigung verschafft und unser Land oder auch nur die Stadt Hamburg von den Vorwürfen der Frauen- und/oder Fremdenfeindlichkeit bewahrt.
Danke. Ihr seit jeden Steuercent wert. (Solange es noch DER Cent heissen darf.)
