Die Autopanne der Frau Sch.

Nun ist es offiziell. Die sogenannte Dienstwagenaffäre ist eigentlich keine.

Alles hat sich rein formal im Rahmen der Richtlinien bewegt. Das die ganze Geschichte einen moralisch faden Beigeschmack hat steht auf einem anderen Blatt.

Aber Moral und SPD - Nunja - lassen wir das einmal kommentarlos so stehen.

Wichtig ist doch nur, dass es vollkommen legitim ist, wenn unsere Politiker mit dem Flieger nach Spanien auf Dienstreise gehen und sich Ihren Dienstwagen samt Chauffeur nachkommen lassen. Nun wo das geklärt ist, kann die gute Frau Schmidt auch in Steinmeiers (In-)Kompetenzteam - sicher passt sie dort bestens hinein.

Dass unsere Volksvertreter fernab von Würde und Anstand agieren ist nicht weiter verwunderlich, da es in der Natur des Menschen liegt, das jeweils Beste aus seiner Situation für sich herauszuholen. Insofern muss man ja schon beinahe dankbar sein, dass sie grosszügige Geschenke von Wirtschaftsvertretern ablehnen. Und solange nichts davon öffentlich wird, tun sie das auch… ganz sicher.

Es ist schon beinahe erstaunlich, mit welcher Dreistigkeit dem mündigen Bürger so kurz vor den Wahlen noch die fettesten Kröten serviert werden mit den Worten “Schluck und halts Maul”. Aber wahrscheinlich ist man sich sicher, dass es genügend merkbefreite gibt, die beinahe traditionell Ihre Kreuzchen auf dem Wahlzettel machen.

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